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Lange Nacht für Einsatzkräfte

Kräftige unwetterartige Regenfälle mit all ihren Begleiterscheinungen gingen am 13. Juli 2021 ab Nachmittag über unserer Region nieder. Die Stadt Tanna mit ihren einzelnen Orten kam ohne größere Schäden durch diese unruhige Zeit. Ab ca.16:30 Uhr hieß es allerdings für die benachbarten Feuerwehren der Städte Gefell und Hirschberg „Land unter“. Und so wurde es auch für die FF-Tanna eine lange Nacht.
Gegen 19:30 Uhr holten sich die Hirschberger Kameraden einige Ausrüstungen von uns ab, um ihre Einsatzlagen besser abarbeiten zu können. Doch 20:13 Uhr schrillten dann die Alarmempfänger der Aktiven. So rückte unser LF16-TS in Gruppenstärke zur Unterstützung der bereits eingesetzten Kräfte mehrerer Feuerwehren nach Göritz aus, um dort unter Wasser stehende Keller wieder begehbar zu machen.
Der Alarm aller verbliebenen Einsatzkräfte erfolgte dann um 21:42 Uhr. Die Kameraden rückten mit TLF16/24-Tr und ELW ebenfalls nach Göritz aus, die Besatzung mit HLF10/6 nach Blintendorf.
Beide Mannschaften und Gerät trafen sich dann gegen 22:30 Uhr in Sparnberg. Dort waren mehrere Wohnhäuser und Keller bis zu 1,5 Meter tief in den Wassermassen versunken. Nach Absprache mit der örtlichen Feuerwehr übernahmen wir die Einsatzleitung für das gesamte Dorf. Es wurden zwei Einsatzstellen und eine einheitliche Kommunikationsbasis eingerichtet. Als Erstes galt es, die betroffenen Hauseigentümer und Bewohner zu beruhigen und in Sicherheit zu bringen. Nach einer umfangreichen Lageerkundung wurde mit dem Auspumpen der Gebäude und Sichern von diversen Gegenständen begonnen. Gegen Mitternacht kam auch noch das dritte Großfahrzeug unserer Wehr zum Ereignisort. Somit war eine Arbeit in Zugstärke möglich und die getroffenen Maßnahmen zeigten umgehend die erhoffte Wirkung. Weitere Kräfte aus Göttengrün, Bad Lobenstein, Wurzbach, Hirschberg und Sparnberg unterstützen unsere Arbeiten. Mit Tragkraftspritzen, Tauchpumpen, Nasssaugern und allerhand Werkzeugen konnten erhebliche Werte gerettet und geschützt werden. Diese umfangreichen Maßnahmen dauerten dann bis in die frühen Morgenstunden. Gegen 2:00 Uhr wurden erste Kräfte aus dem Einsatz in die wohlverdiente Nachtruhe herausgelöst.
Vor Ort galt es weiterhin, die sich festsetzenden Schlamm- und Geröllmassen in Gebäuden und zu beseitigen. Hierfür einen Dank für die Unterstützung durch einen Traktor mit Frontladerschaufel. Im weiteren Verlauf zeigte sich nun eine deutliche Entspannung der Lage. Die letzten Kräfte der FF-Tanna verließen nach Übergabe an die FF-Hirschberg gegen 4:30 Uhr die Ortslage. Bis alle Fahrzeuge und Technik wieder einsatzbereit bei der Leitstelle angemeldet waren, dauerte es noch einmal mehr als eine Stunde.
Die meisten der Kameradinnen und Kameraden gingen gleich zu ihrer regulären täglichen Arbeit über, ein Glück wer hier noch eine kurze Schlafpause einlegen durfte.

Danke an alle Einsatzkräfte, welche teilweise an ihrer körperlichen Leistungsgrenze arbeiteten, für ihren stetigen Einsatz, die gezeigte Disziplin und Kameradschaft am Ort des Geschehens. Besonders hilfreich waren für uns die Einsatzkräfte der anderen Feuerwehren, welche uns bei der Bewältigung der Aufgaben unterstützten.

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